Ivan Blatný

Dichter, Sohn des Schriftstellers Lev Blatný (1894–1930). Er wurde in Brünn geboren und verbrachte hier den ersten Teil seines Lebens, bevor er 1948 in das Exil...

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František Halas

Der Dichter, Übersetzer und Publizist wurde in Brünn geboren und verbrachte hier auch seine Kindheit und Jugend. In der Brünner Buchhandlung A ging er in die Lehre....

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Oldřich Mikulášek

Dichter und Publizist. In Brünn lebte er von 1937 bis zu seinem Tod, zuletzt wohnte er in der Straße Mášova. Er war mit einigen Brünner Kulturinstitutionen verbunden...

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Jaroslav Seifert

Dichter, Publizist, Erinnerungsautor. Erster und bisher einziger tschechischer Literaturnobelpreisträger. Mit seinen Versen erlangte er bei seinen Lesern anhaltende...

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Jan Skácel

Dichter, Prosaist, Redakteur und Übersetzer. In Brünn verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens und war mit einigen Brünner Kulturinstitutionen verbunden (mit...

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Vít Slíva

Dichter und Mittelschullehrer. Mit Brünn ist er seit seinem Hochschulstudium verbunden. Mit einer kurzen Unterbrechung lebt er bis heute in der Straße Poděbradova....

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Medlánky (Medlanberge)

Der Ort und seine Dichter


Robert Fajkus

Orte (in alphabetischer Reihenfolge)

Dichter (in alphabetischer Reihenfolge)

Robert Fajkus

1967

Geboren ist er in Neuhaus (Jindřichův Hradec), aber fast sein ganzes Leben ist mit Brünn verbunden. Robert Fajkus besuchte hier das Gymnasium am Platz Slovanské náměstí und studierte anschließend an der Medizinischen Fakultät der Masaryk-Universität. Er gehörte zu dem sog. Königsfelder Dichterkreis um Vít Slíva. Er arbeitet als praktischer Arzt. Sein Debüt hatte er mit der Sammlung Sivý křik (1997; Grauer Schrei). Die Gedichte, die Brünner Orten gewidmet sind, machen einen wesentlichen Teil seines Werks aus.

 

Der Dichter und die Orte seiner/ihrer Gedichte

Hauptbahnhof Medlánky (Medlanberge)


Das Gedicht und der Ort



Herbst II

Regen.
Ich seh´ nach den feuchten Torsos der Drachen
auf der wüsten Medlánky-Höhe.
Der geringste
nur aus einem zweigeteilen Speil,
mit dem von Kinderhand gemalten Lachen.

Als Kind einen Baum pflanzen, wässern.
Nach Jahren wuchsen für die Schnur die Äste.
So ein vereinzelter Baum meldete
heute sich bei mir
vielstimmig des Hähers Wachen.


                                                          übertragen von Volker Losseff

 


Fajkus, Robert: Prašivina (Räude), Brno: Weles 2010, s. 41.



Kontakte



Jiří Trávníček  -   travnicek@ucl.cas.cz
Michal Fránek  -   franek@ucl.cas.cz

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