Ivan Blatný

Dichter, Sohn des Schriftstellers Lev Blatný (1894–1930). Er wurde in Brünn geboren und verbrachte hier den ersten Teil seines Lebens, bevor er 1948 in das Exil...

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František Halas

Der Dichter, Übersetzer und Publizist wurde in Brünn geboren und verbrachte hier auch seine Kindheit und Jugend. In der Brünner Buchhandlung A ging er in die Lehre....

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Oldřich Mikulášek

Dichter und Publizist. In Brünn lebte er von 1937 bis zu seinem Tod, zuletzt wohnte er in der Straße Mášova. Er war mit einigen Brünner Kulturinstitutionen verbunden...

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Jaroslav Seifert

Dichter, Publizist, Erinnerungsautor. Erster und bisher einziger tschechischer Literaturnobelpreisträger. Mit seinen Versen erlangte er bei seinen Lesern anhaltende...

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Jan Skácel

Dichter, Prosaist, Redakteur und Übersetzer. In Brünn verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens und war mit einigen Brünner Kulturinstitutionen verbunden (mit...

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Vít Slíva

Dichter und Mittelschullehrer. Mit Brünn ist er seit seinem Hochschulstudium verbunden. Mit einer kurzen Unterbrechung lebt er bis heute in der Straße Poděbradova....

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Brno (Brünn)

Orte (in alphabetischer Reihenfolge)

Dichter (in alphabetischer Reihenfolge)

Klement Bochořák

1910  –  1981

Dichter und Prosaist, geboren in Kunstadt (Kunštát, wohin er als František Halas auch wieder zurückkehrte) und zeit seines Lebens Brünner. Er arbeitete als Arbeiter, Beamter und Bibliothekar und war nicht nur ein bescheidener Christ, sondern auch ein Dichter, der die Möglichkeiten, die der offizielle Literaturbetrieb des kommunistischen Regimes dem Schriftsteller gab, ebenso verachtete wie auch eine öffentliche Karriere. Freundschaftlich verkehrte er nur mit von ihm geschätzten Dichtern (was sich in seinem Werk auch niedergeschlagen hat). Brünner Motive treten in seinen Gedichten und seiner Prosa immer wieder auf.

Der Dichter und die Orte seiner/ihrer Gedichte

Česká (Tschechische Gasse)


Das Gedicht und der Ort



Idyllikon

Es war die Tschechische Gasse in Brünn,

die heimwärts führt und weit und weiter
aus unserer Jugend durch dein Herz
und meines und seines und so weiter,
zum alten niedrigen Theater hin,
wo du in Schwärmerei und zur Schwärmerei
vernahmest Hamlets Elegien –
der Krieg nahm sie, für immer vorbei;
und wieder weiter, wohin, sagst du,
von Haus zu Haus die Eichhorngasse hoch,
du lächelst, und plötzlich lachst du
dem Kinde gleich, ganz arglos noch.


                                                                   übertragen von Volker Losseff

 


Bochořák, Klement: Věčná loviště (Ewige Jagdgründe), hrsg. von Jaroslav Novák, Brno: Blok 1969, s. 49.



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