Ivan Blatný

Dichter, Sohn des Schriftstellers Lev Blatný (1894–1930). Er wurde in Brünn geboren und verbrachte hier den ersten Teil seines Lebens, bevor er 1948 in das Exil...

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František Halas

Der Dichter, Übersetzer und Publizist wurde in Brünn geboren und verbrachte hier auch seine Kindheit und Jugend. In der Brünner Buchhandlung A ging er in die Lehre....

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Oldřich Mikulášek

Dichter und Publizist. In Brünn lebte er von 1937 bis zu seinem Tod, zuletzt wohnte er in der Straße Mášova. Er war mit einigen Brünner Kulturinstitutionen verbunden...

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Jaroslav Seifert

Dichter, Publizist, Erinnerungsautor. Erster und bisher einziger tschechischer Literaturnobelpreisträger. Mit seinen Versen erlangte er bei seinen Lesern anhaltende...

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Jan Skácel

Dichter, Prosaist, Redakteur und Übersetzer. In Brünn verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens und war mit einigen Brünner Kulturinstitutionen verbunden (mit...

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Vít Slíva

Dichter und Mittelschullehrer. Mit Brünn ist er seit seinem Hochschulstudium verbunden. Mit einer kurzen Unterbrechung lebt er bis heute in der Straße Poděbradova....

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Brno (Brünn)

Dichter (in alphabetischer Reihenfolge)

Zuzana Nováková

1943

Dichterin, Prosaistin und Kinderbuchautorin. Ihr Vater war der Schriftsteller Václav Renč; verheiratet ist sie mit dem Redakteur und Literaturwissenschaftler Jaroslav Novák. In Prag geboren verbrachte sie ihre Kindheit überwiegend in Klobouk (Klobouky u Brna). Der größte Teil ihres Lebens ist jedoch mit Brünn verbunden, wo sie seit 1965 lebt. In den 1960er Jahren begann sie zu publizieren (ihr Debüt erfolgte in der Zeitschrift Mateřídouška). Als Dichterin debütierte sie 1966 (Světlo a ostatní /Licht und Sonstiges/), anschließend folgten einige weitere Sammlungen und eine große Anzahl von Märchenbüchern und Geschichten für Kinder. In ihrer Poesie finden wir eher wenig Motive der Stadt Brünn (und der Stadt überhaupt), es geht um eine Posie, die teils aus der Volksliteratur und teils aus der spirituellen (katholischen) Tradition schöpft.

 

Der Dichter und die Orte seiner/ihrer Gedichte

Řečkovice (Retschkowitz), Novoměstská (Novoměststkástrasse)


Das Gedicht und der Ort



Vollmond über den Hochhäusern

Der Mond – ein Spiegel, seht her,
im Rahmen aus Elfenbein.
Schließ ich die Augen, geht er.
Und ein andrer sieht hinein.

Und sieht hinein mit Bangnis
wie ich und sucht ein Gesicht,
ein verstecktes. Sein eig´nes.
Doch finden lässt sich es nicht.


                                                            übertragen von Volker Losseff

 


Nováková, Zuzana: Černý bez v deštivé noci (Holunderbeere in einer regnerischen Nacht), Brno: Blok 1987, s. 13.



Kontakte



Jiří Trávníček  -   travnicek@ucl.cas.cz
Michal Fránek  -   franek@ucl.cas.cz

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