Ivan Blatný

Dichter, Sohn des Schriftstellers Lev Blatný (1894–1930). Er wurde in Brünn geboren und verbrachte hier den ersten Teil seines Lebens, bevor er 1948 in das Exil...

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František Halas

Der Dichter, Übersetzer und Publizist wurde in Brünn geboren und verbrachte hier auch seine Kindheit und Jugend. In der Brünner Buchhandlung A ging er in die Lehre....

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Oldřich Mikulášek

Dichter und Publizist. In Brünn lebte er von 1937 bis zu seinem Tod, zuletzt wohnte er in der Straße Mášova. Er war mit einigen Brünner Kulturinstitutionen verbunden...

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Jaroslav Seifert

Dichter, Publizist, Erinnerungsautor. Erster und bisher einziger tschechischer Literaturnobelpreisträger. Mit seinen Versen erlangte er bei seinen Lesern anhaltende...

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Jan Skácel

Dichter, Prosaist, Redakteur und Übersetzer. In Brünn verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens und war mit einigen Brünner Kulturinstitutionen verbunden (mit...

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Vít Slíva

Dichter und Mittelschullehrer. Mit Brünn ist er seit seinem Hochschulstudium verbunden. Mit einer kurzen Unterbrechung lebt er bis heute in der Straße Poděbradova....

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Brno (Brünn)

Dichter (in alphabetischer Reihenfolge)

Josef Kainar

1917  –  1971

Dichter, Musiker und bildender Künstler. In Prerau (Přerov) geboren lebte er von 1945 bis 1956 in Brünn, zuletzt in der Straße Gorkého. Brünn widmete er einige seiner Gedichte, die größte Beliebtheit erlangte aber das Lied „Hvězdy jsou jak sedmikrásky nad Brnem“ („Die Sterne sind wie Gänseblümchen über Brünn“), zu dem er die Melodie und den Text geschrieben hatte. Er widmete es seinem Freund Gustav Brom, der es dann mit seinem Orchester oft spielte (die erste Notenniederschrift stammt aus dem Jahr 1955). Seit Mitte der 1990er Jahre erklingt seine Melodie als Kennmelodie auf dem Brünner Hauptbahnhof.

Der Dichter und die Orte seiner/ihrer Gedichte

Jakubské náměstí (Jakobsplatz)


Das Gedicht und der Ort



Die Sterne sind wie Gänseblümchen über Brünn

Die Sterne sind wie Gänseblümchen über Brünn,
gute Nacht, meine Liebe, gute Nacht.

In den Straßen wie auf silbrigem Wiesengrün
möcht´ ich ein Gute Nacht! dir geben.

Der Abend war so schweigsam und dennoch ein Genuss.
St.-Jakob schlägt, und gern gäb´ ich Dir einen Kuss.

Und alle Sterne, wie die Gänseblümchen über Brünn,
mein Schatz, möcht´ ich zu Dir ins Bettchen geben.


                                                                           übertragen von Volker Losseff

                                                   



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